10 Jahre „Produkte, die helfen“ bei KiK:

Wenn Flickenteppiche Entwicklungshilfe leisten…

Über 6 Millionen Flickenteppiche und Seegraskörbe sind seit dem Jahr 2008 über die Ladentheken der KiK-Filialen gegangen. Und jeder Einzelne hat dabei einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Bangladesch geleistet.

Wie das funktioniert? Durch „Produkte, die helfen“. Und zwar genau dort, wo Hilfe vor Ort nötig ist:

Denn eines der größten Probleme in Bangladesch – einem der Hauptproduktionsländer von KiK –ist die Landflucht. Immer mehr Menschen ziehen in der Hoffnung auf Arbeitsplätze und bessere Lebensbedingungen in die großen Städte. Viele von ihnen haben aber in den Elendsvierteln am Rande der Stadt noch weniger Aussicht auf einen sicheren, auskömmlichen Job.

Hilfe direkt vor Ort

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und den Menschen auf dem Land eine Perspektive zu geben, engagiert sich KiK mit dem Projekt „Produkte, die helfen“ vor allem für die Stärkung der strukturschwachen, ländlichen Gebiete. Hierzu wurden 2008 in den Regionen Rangpur und Bogra im Norden des Landes traditionelle Techniken des Teppich-Webens wiederbelebt. Zur Herstellung der Teppiche werden Baumwollreste aus Textilfabriken nach Rangpur gebracht und dort zu verschieden großen und farbigen Flickenteppichen verarbeitet. Die verwendeten Textilreste haben Oeko-tex Standard 100. Bei der Herstellung der Teppiche werden keine Chemikalien eingesetzt, zudem wurden alle Produktionsstätten in enger Zusammenarbeit mit dem Projektpartner „Classical Handmade Product“ nach gemeinsamen Besuchen vor Ort ausgewählt.

Arbeitsplätze schaffen, soziale Projekte stärken

Vor allem Frauen aus der Region können so wohnortnah sichere Arbeitsplätze finden und ihre Familien unterstützen. Der Ertrag aus dem Verkauf dieser Produkte fließt vollständig zurück nach Bangladesch und unterstützt dort vielfältige soziale und ökologische Förderprojekte, wie Schulen, Arztstationen und Hygieneprojekte

Mittlerweile werden die „Produkte, die helfen“ in insgesamt 14 Produktionsstätten hergestellt und bieten rund 1.200 Menschen – 98 Prozent davon Frauen – einen sicheren Arbeitsplatz in den ländlichen Gebieten im Norden Bangladeschs. Dabei wurde das Sortiment bereits 2010 um Flechtkörbe aus Seegras erweitert. Jüngster Neuzugang im Angebot sind außerdem sogenannte Shaggy-Teppiche (Hochflorteppiche).

Und auch für die Zukunft ist schon einiges geplant: Körbe, Taschen und Untersetzer aus Jute sollen künftig ebenfalls einen kleinen Beitrag zur Entwicklungshilfe leisten.

Das Projekt gilt als Best Practice-Initiative im Textilbündnis.

Wir rücken die „Produkte, die helfen“ in den Fokus

„Um das 10-jährige Jubiläum unserer „Produkte, die helfen“ zu feiern, gibt es aktuell in ausgewählten Filialen eine Aktionsgondel. Unser Ziel ist es noch mehr Kunden auf dieses besondere Projekt aufmerksam zu machen. Sie erkennen die Produkte in den Filialen übrigens an dem untenstehenden Hangtag“, erklärt Dennis Zender, Beauftragter für Umweltmanagement und soziales Engagement bei KiK.

Näherin bei der Produktion von "Produkten die Helfen".
Näherin bei der Produktion von "Produkten die Helfen".