Erfahrungsbericht „Einarbeitung“: 4 Tage Ärmel Hochkrempeln statt Bleistift schwingen

Wer bislang noch keine Berührungspunkte mit KiK als Arbeitgeber hatte, der dürfte überrascht sein – und das war ich durchaus auch: Zur Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen gehört, neben der Hospitation in verschiedensten Abteilungen, ganz selbstverständlich auch der Einsatz in einer Filiale vor Ort.

Eigentlich klar. Denn wer beim größten Filialisten im deutschen Einzelhandel arbeitet, sollte wissen, wo genau dieser sein Geld verdient – nämlich in den Filialen vor Ort. Und wer – wie in meinem Fall – Mitarbeiterkommunikation machen möchte, der sollte insbesondere wissen, wie die gut 19.000 Mitarbeiter auf der Fläche tatsächlich arbeiten. Wofür sie ihre Zeit verwenden, was für Aufgaben sie täglich zu erledigen haben und wie ein „Standard-Tag“ in der Filiale abläuft.

So viel zur Theorie.

In der Praxis ging es – nur knapp eine Woche nach meinem ersten Arbeitstag in der Europazentrale – zur Einarbeitungswoche in die Filiale in Bönen.

Arbeitsbeginn: 8 Uhr hatte ich beim Telefonat mit der Teamleiterin vereinbart. Und ich muss zugeben, ich war tatsächlich ähnlich nervös, wie eine Woche zuvor bei meinem ersten KiK-Arbeitstag.

Vier Tage, unzählige Kundengespräche, ausgepackte Kisten, aufgebügelte Kleidungsstücke und hübsch platzierte Deko-Artikel später, kann ich festhalten: Die Arbeit auf der Fläche ist anstrengender, aber auch vielseitiger als erwartet. Und sie lebt vom Einsatz und Zusammenhalt zwischen den Kolleginnen und Kollegen vor Ort.

Das kennenzulernen hat mir nicht nur für meine zukünftige Arbeit viele neue Erkenntnisse gebracht. Mit anzupacken und sich am Ende des Tages gemeinsam über die Zahl der abgeladenen Paletten und eingeräumten Kisten zu freuen, hat auch einfach Spaß gemacht. Und gleichzeitig für großen Respekt gegenüber der täglichen Leistung der Kolleginnen und Kollegen auf der Fläche gesorgt, die immer wieder den Spagat zwischen der Arbeit am Produkt und dem herzlichem, familiären Umgang mit unseren Kunden schaffen. So hat jeder unserer Jobs seine eigenen, spezifischen Herausforderungen.

Einen solchen Perspektivwechsel kann ich jedem – egal aus welcher Branche – nur empfehlen! Denn so ein Abstecher in eine komplett andere Arbeitswelt erweitert nicht nur den Horizont und schafft neue Blickwinkel, sondern schärft auch das generelle Verständnis für die Bedürfnisse der Mitmenschen in Bereichen, die einem sonst vielleicht eher verborgen bleiben.