Am 18.02. läuft die Berufungsfrist im Fall Ali Enterprises aus – KiK fordert: Keine sinnlose Verlängerung des verlorenen Verfahrens!

Am 18.02. läuft die Berufungsfrist im Fall Ali Enterprises aus – KiK fordert: Keine sinnlose Verlängerung des verlorenen Verfahrens!

Jeder, der verliert, darf Berufung einlegen. So auch im Fall des Fabrikbrandes Ali Enterprises. Hier vertritt die Menschenrechtsorganisation ECCHR die Interessen von vier Betroffenen, die KiK auf Schmerzensgeld verklagt haben. Diese Klage hat das Landgericht Dortmund Mitte Januar vollkommen zu Recht als verjährt abgewiesen und dies auch inhaltlich begründet. Es ist das gute Recht der unterlegenen Partei, Berufung einzulegen oder der Gegenseite einen Vergleich anzubieten wie es nun vorgeschlagen wird. Im Fall Ali Enterprises entlarvt sich damit jedoch, dass nicht das Anliegen der betroffenen Familien im Mittelpunkt steht, sondern vor allem die Fortsetzung eines juristischen Abenteuers zur Befeuerung einer politischen Debatte.

Warum?

An der Verjährung besteht laut Rechtsgutachtern und Richtern kein Zweifel und auch bezüglich des Inhalts der Klage ist KiK nichts vorzuwerfen. Allen finanziell bestehenden Erwartungen von Opfern und Hinterbliebenen wurde von uns bereits mit einer Zahlung in Höhe von 6,15 Mio. USD entsprochen. Sie sind damit laut ILO, Bundesregierung, internationalen Gewerkschaften und NGOs sowie Vertretern der Hinterbliebenen erfüllt. Klar, eine Zahlung zusätzlicher Gelder an die VIER Kläger könnte eine Berufung möglicherweise verhindern. Doch würde eine solche Zahlung eben auch all das in Frage stellen, was die Vertreter ALLER pakistanischen Opfer, Betroffenen und Familienangehörigen gemeinsam mit ILO, Bundesregierung NGOs erarbeitet und ausgehandelt haben. Für KiK nicht vorstellbar.

Denn: Um diese Hilfe in angemessener Höhe und für alle betroffenen Familien festzulegen, hat KiK sich in der Vergangenheit mehrfach mit den Vertretern der Opfer und auch mit Betroffenen getroffen. Dabei stand neben der großen Anteilnahme die gemeinsame Sorge für ein finanziell sicheres Leben der Hinterbliebenen im Zentrum der Gespräche. So wurden im Konsens Entschädigungszahlungen und ihre Höhe ermittelt und diese seither in Form von Renten ausgezahlt.

Mit diesen freiwilligen Zahlungen hat KiK als einziges Unternehmen die Verantwortung für die betroffenen Menschen übernommen und so sichergestellt, dass alle, die einen geliebten Menschen, ihren Arbeitsplatz oder ihre Gesundheit verloren haben, zumindest ein finanziell sicheres Leben in Pakistan haben. Und dies, obwohl KiK keine Schuld an dem Fabrikbrand trägt, der nachweislich durch massive Brandstiftung ausgelöst wurde.

Fassen wir also zusammen:

  • Der Fall ist verjährt.
  • Wir tragen keine Mitschuld für den Brand.
  • Aber dennoch sind alle Familien und Betroffenen umfangreich entschädigt worden.

Nach wie vor trauern wir mit den Betroffenen und bedauern die schrecklichen Folgen der Brandstiftung. Wir wissen jedoch, dass die Fortsetzung eines verlorenen Prozesses diese Wunden nicht heilen wird.