Bewerbungsschreiben in der Diskussion: Brauchen wir das noch oder kann das weg?

Persönlicher Eindruck statt Standard-Anschreiben

Das kennt jeder von uns: Stundenlanges Ringen um die passende Formulierung im Anschreiben einer Bewerbung. Irgendwie soll es nicht nach Eigenlob klingen, aber die Stärken im Vordergrund stehen. Andererseits soll man ganz ehrlich Schwächen benennen und Lücken in der Ausbildung aufzeigen. Bei so vielen verschiedenen Anforderungen kommt dann am Ende ein Text heraus, der aus Phrasen und Standardformulierungen besteht. Viele Unternehmen stellen sich daher aktuell die Frage, ob das klassische Anschreiben immer noch die beste Möglichkeit ist, um einen potentiellen Arbeitgeber zu überzeugen oder es eher an einen Zahnarztbesuch erinnert.

Während die Bahn AG entschieden hat, dass das Motivationsanschreiben potentielle Azubis überfordert und zukünftig darauf verzichtet, bewerten  andere Unternehmen das Anschreiben nach wie vor als entscheidende Visitenkarte des Bewerbers und würden niemals darauf verzichten.

 

Wir haben Kirstin Adams, unsere Bereichsleiterin Personal gefragt, was Sie von der Diskussion hält:

Bei KiK haben Bewerber schon lange die Möglichkeit, sich auch ohne Anschreiben zu bewerben – nämlich durch die Kurzbewerbung in den Filialen. Und auch auf unserer Karriereseite muss kein Anschreiben hinterlegt werden, um eine Bewerbung an uns zu senden. Damit möchten wir die Hürde, auf uns zu zukommen und zu sagen „Hier möchte ich arbeiten!“ möglichst gering halten. Die Kurzbewerbung ist somit eine erste Interessensbekundung des Bewerbers, dann ist es an uns aktiv zu werden. Unsere Bezirksleiter vor Ort laden die Bewerber dann zu einem Vorstellungsgespräch ein und lernen den Menschen kennen.

Jeder Bewerber kann natürlich zusätzlich ein Anschreiben aufsetzen. Unsere RecruiterInnen lesen alle eingehenden Bewerbungen – vom Anschreiben bis zu den Anhängen. Sie prüfen die Unterlagen sogar dahin gehend, ob es ggf. eine Vakanz im Unternehmen gibt, die besser zu den angegebenen Qualifikationen des Bewerbers passt. Dadurch sind viele Kandidaten in Abteilungen gestartet, wo Sie es selbst vorher gar nicht vermutet hätten.

Die Recruitierung neuer Kollegen ist in Zeiten des Fachkräftemangels ein immer wichtiger werdendes Thema. Ob der Bewerbung ein Anschreiben beiliegt oder nicht: Für uns ist das Wichtigste der persönliche Eindruck und dass wir zueinander passen.“

Bereichsleiterin Personal bei KiK: Kirstin Adams.
Bereichsleiterin Personal bei KiK: Kirstin Adams.

Sie möchten über das Thema diskutieren? Dann melden Sie sich doch gerne per Mail über kommunikation@kik.de.