Mit gutem Beispiel voran: Auditoren-Haftung bei KiK

Auditoren-Haftung bei KiK

Mit der zunehmenden Globalisierung der Produktions- und Lieferketten kam auch die Frage: Wie weit geht die Haftung von Unternehmen für die Arbeitsbedingungen ihrer Produzenten? Und wie lassen sich die Bedingungen in den Fabriken vor Ort im Hinblick auf die Sicherstellung von Arbeits- und Menschenrechten überhaupt überprüfen?

Das zentrale Instrument hierfür ist das „Social Audit“. Dabei besuchen vermeintlich unabhängige Audit-Agenturen die Produktionsunternehmen vor Ort und kontrollieren nach vorgegebenem Standard die sicherheitsrechtlichen und sozialen Bedingungen.

Doch wie objektiv und glaubwürdig sind Audit-Agenturen wirklich, wenn sie vor Ort deutlich näher an den Unternehmen sind, die es zu kontrollieren gilt, als an ihren Auftraggebern aus Deutschland.

Mit dieser Frage beschäftigt sich auch der Artikel von Carolijn Terwindt (European Center for Constitutional and Human Rights) und Gisela Burckhardt (FEMNET e.V.).

Unter dem Titel „Social audits in the textile industry: How to control the controllers?” gehen sie der Frage auf den Grund, wie die Kontrolleure der Audit-Agenturen selbst kontrolliert werden können.

Und finden in KiK ein positives Beispiel: Denn als einziges deutsches Textilunternehmen haben wir die Auditoren-Haftung eingeführt. 90 Tage lang haften Audit-Agenturen nun für die Ergebnisse ihrer Untersuchungen und können im Falle von Regelverstößen zur Rechenschaft gezogen werden. Kein Allheilmittel – aber mit Sicherheit ein guter Anfang um mehr Klarheit im Umgang mit Audit-Agenturen zu schaffen und glaubwürdigere Beurteilungen der Produktionsbedingungen vor Ort zu erhalten.

Lesen Sie doch mal rein:

https://www.business-humanrights.org/en/social-audits-in-the-textile-industry-how-to-control-the-controllers