Auf die Schulbank nach 20 Jahren – Quereinstieg in die Ausbildung

„Ich wollte immer eine Ausbildung machen, dass ich mit 38 Jahren nochmal die Schulbank drücke, hätte ich nie für möglich gehalten.“

Nach 20 Jahren wieder büffeln, das braucht Mut und jede Menge Nerven. Genau das besitzt Jana Bistry, die seit sieben Jahren erfolgreich eine Filiale in Baden-Württemberg leitet. Sie hat sich dazu entschlossen, am KiK-Ausbildungsprogramm für Teamleitungen teilzunehmen, bei dem die theoretischen Inhalte des Verkäuferinnen-Berufes innerhalb von vier Mal zwei intensiven Seminarwochen vermittelt werden. Als langjährige Mitarbeiterin von der Möglichkeit erfahren hatte, war ihr sofort klar, dass sie diesen Weg beschreiten möchte: „Ich bin immer noch begeistert. Im Juni dieses Jahres habe ich meine Ausbildung mit Gut abgeschlossen.“

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Die gute Note spiegelt den Erfolg des Programmes wider: Weil sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz bewusst dazu entschließen, neben ihrer erfolgreichen Karriere ihren Beruf noch weiter zu vertiefen, sind sie besonders motiviert. So schloss der diesjährige 2019-Jahrgang mit einer Durchschnittnote von 1,8 ab. Die teilnehmenden Teamleitungen sind in der Regel zwischen 25 und 45 Jahre alt sind und haben so schon jede Menge Lebens- und Berufserfahrung. Sie absolvieren ihre Ausbildung darum nicht mit den frischgebackenen Schulabgängern, sondern lernen die Inhalte in kleinen gleichgesinnten Gruppen am Bildungszentrum des Einzelhandels in Springe – Verpflegung und Unterkunft inklusive.

„Die Seminare sind in verschiedene Unterrichtseinheiten unterteilt: Von der Beratung, über die textile Warenkunde und den Zahlungsverkehr bis hin zu Wirtschaft und Sozialkunde werden die Themen von tollen Dozierenden bearbeitet“, berichtet die Teamleiterin. Die Teilnehmenden beenden diese intensive Kursphase dann als externe Prüflinge bei der IHK Hannover – zuerst schriftlich, einen Monat später dann mündlich.

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Können die schon erfahrenen Mitarbeiterinnen denn neben der tollen Qualifikation auch fachlich etwas mitnehmen? Die nun fertig ausgebildete Verkäuferin bejaht das vehement: „In der Filiale hilft mir mein neues Wissen zum Umtauschrecht und zur Warenwirtschaft jeden Tag. Und im Kundengespräch kann ich jetzt noch besser auf die Wünsche eingehen: Aus welchen Materialien bestehen die Textilien und welche zusätzlichen Eigenschaften haben sie? Genau das ist auch der Mehrwert für KiK; Mitarbeiterinnen bringen ihren großen Erfahrungsschatz mit und erhalten eine anspruchsvolle Qualifikation, viel Selbstbewusstsein und Wissen, das den Kunden bei ihrer Kaufentscheidung hilft. Jana Bistry möchte ihren Kolleginnen und Kollegen, aber auch Quereinsteigern außerhalb von KiK, deshalb Mut machen: „Ich kann das Programm und den Schritt zur späteren Ausbildung nur weiterempfehlen. Es ist anfangs vielleicht etwas mühsam, aber das Ergebnis ist fantastisch!“