UN Climate Change

KiK in weltweitem Projekt für die Senkung von Treibhausemissionen aktiv

 

Ob LED-Beleuchtung, Mehrwegtaschen oder intelligente Logistik: Textilunternehmen wie KiK haben zahlreiche Stellschrauben, um Ressourcen zu schonen und den CO2-Ausstoß zu minimieren. Eine Vielzahl von Handlungsempfehlungen liefert das jetzt veröffentlichte Fashion Charter Playbook der Fashion Industry Charter for Climate Action. Diese weltweite Initiative im Rahmen des UN Climate Change der Vereinten Nationen wurde 2018 anlässlich der Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz vorgestellt. Ziel ist es, die Treibhausemissionen bis zum Jahr 2030 zunächst um 30 Prozent zu reduzieren. Bis 2050 soll die Industrie sogar emissionsneutral werden. KiK als führender deutscher Textildiscounter engagiert sich umfassend für diese Nachhaltigkeitsinitiative und ist in sechs von acht internationalen Arbeitsgruppen aktiv, beispielsweise zu den Themen Fertigung und Logistik. Sie sollen beispielsweise das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit stärken, erfolgreiche Modelle zur CO2-Reduktion vorstellen und die Zusammenarbeit fördern.

 

„Die Gründung der Initiative war ein Meilenstein für die Branche“, ist Valentina Schäfer, Managerin im Bereich CSR Social Compliance & Environmental Management von KiK, überzeugt. „Die Empfehlungen gelten weltweit, für alle teilnehmenden Firmen und über alle Stufen der Wertschöpfung. Damit gibt es faire Bedingungen.“ Ebenfalls positiv: Die Teilnehmer diskutieren, wie die von der UN vorgegebenen Ziele am besten erreicht werden können. Überdies sei das Bottom-Up-Prinzip in der Diskussion hilfreich, um die Akzeptanz der Initiative und der jetzt veröffentlichten Empfehlungen zu fördern.

 

KiK hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Projekte gestartet, um Ressourcen zu schonen: „Die Umrüstung auf stromsparende LED-Beleuchtung ist in vollem Gange und in Deutschland weitgehend abgeschlossen. Wenn auch die internationalen Filialen entsprechend ausgestattet sind, reduziert sich der CO2-Ausstoß um mehr als 14 Prozent“, berichtet Frau Schäfer. „Und allein die Umstellung von Plastiktüten auf Mehrwegtaschen spart acht Prozent CO2.“ Weiteres Beispiel: Die Hubwagen in den Logistikzentren erhielten besonders effiziente Lithium-Ionen-Batterien.

 

„In unserer Zentrale und den mittlerweile annähernd 4.000 Filialen haben wir bereits erhebliche Fortschritte erreicht“, fasst Valentina Schäfer zusammen. Jetzt konzentriere sich KiK bei seinem Nachhaltigkeitsmanagement vor auf allem auf die Zulieferer. Beim Transport der Waren aus den Fabriken senkt KiK die Belastungen ebenfalls: Im Vergleich zu anderen Modekonzernen transportiert KiK seine Waren aus Asien grundsätzlich per Schiff statt per Flugzeug nach Europa – das spart Geld und Emissionen. Und die Fracht aus den Fabriken in der Türkei wird mittlerweile als sogenannter Intermodaltransport vor allem mit Zug und Schiff sowie nur noch auf kurzen Strecken per LKW geliefert. Im Vergleich zum früheren ausschließlichen Transport per Lastwagen hatten sich 2018 die CO2-Belastungen mehr als halbiert.

 

Darüber hinaus unterstützt KiK seine Lieferanten und Geschäftspartner in Asien, nachhaltiger zu agieren. CSR-Expertin Valentina Schäfer: „Demnächst werden auf unsere Anregung hin drei Fabriken in Pakistan mit Solarzellen ausgestattet, nachdem wir bei Schul- und Bildungsprojekten in Bangladesch gute Erfahrungen mit Strom aus der Sonne gemacht haben.“ Parallel sollen immer mehr Waren in FSC-zertifizierten Pappkartons transportiert werden. Erste Pilotprojekte in Pakistan zeigten, dass der Materialverbrauch dadurch geringer ist als bei herkömmlichen Kartons.