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Lieferantenmanagement

Seit den 1960er Jahren findet die Textilien- und Non-Food-Produktion nahezu vollständig in Asien statt. Alle führenden Bekleidungsunternehmen lassen auf dem asiatischen Kontinent produzieren. Für die asiatischen Länder ein wichtiger, in vielen Fällen sogar der wichtigste Wirtschaftszweig. So erwirtschaftet in Bangladesch die Bekleidungsproduktion ca. 80 Prozent der Exporterlöse und beschäftigt über 4 Millionen Menschen.

Auch KiK lässt überwiegend in Asien produzieren. Das Gros des textilen Sortiments wird in Bangladesch, Pakistan und der Türkei hergestellt. Neben Asien hat sich in jüngster Zeit auch Afrika zu einem Beschaffungsmarkt für Textilien entwickelt. Die Schwerpunkte für KiK liegen hier auf Ägypten, Äthiopien, Kenia und Ruanda.

Mit unseren rund 400 Direktlieferanten verbindet uns eine intensive und teilweise langjährige Geschäftsbeziehung. Mit ca. 50 Prozent unserer Lieferanten arbeiten wir bereits fünf Jahre oder länger zusammen. Wir wollen die Anzahl der Direktlieferanten stabil halten, um die Komplexität der Lieferbeziehungen zu reduzieren.

Die Vergabe eines Auftrags und die Einlistung in unseren Lieferantenpool ist ein aufwendiger Prozess. Jeder Lieferant wird vor Aufnahme der Geschäftsbeziehung von unserer Einkaufsabteilung besucht. Zudem wird ein „Erst-Audit“ durchgeführt. Hier wird der Brandschutz der Fabrik sowie die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards untersucht. Besteht der Lieferant das Audit, so erhält die Einkaufsabteilung „grünes Licht“ für die Vergabe von Produktionsorder.

Wir streben danach, Lieferanten, mit denen wir gut zusammenarbeiten und von deren Leistung wir überzeugt sind, zu halten und sie auf ihrem Entwicklungsweg zu begleiten. Unter dem Stichwort „Capacity Building“ arbeiten wir daran, Kompetenzen und Fähigkeiten aufzubauen. So schulen wir die Beschäftigten einer Fabrik, etwa in Bezug auf das richtige Verhalten im Brandfall. Im Rahmen unseres Engagements zur Verbesserung der Gebäudestatik und der elektrischen Sicherheit übernehmen wir die Kosten für die Inspektionen der Fabrikgebäude durch externe Sachverständige. Diese Inspektionen helfen den Besitzern herauszufinden, in welchen Bereichen Reparaturen und Nachbesserungen erforderlich sind.

Gleichwohl behalten wir uns vor, mit Lieferanten, die wiederholt wegen Schlechtleistung auffallen bzw. die keine Bereitschaft zeigen, die dokumentierten Mängel zu beseitigen, die Geschäftsbeziehung abzubrechen.