17 Ziele für eine nachhaltige Welt – KiK übernimmt Verantwortung

Sustainable Development Goals für eine nachhaltigere Welt

Ob T-Shirts aus Bangladesch oder Lichterketten aus Pakistan – durch die Globalisierung wird der weltweite Handel gefördert. Doch eine globalisierte Welt hat nicht nur Vorteile. Sie bringt auch einige Probleme mit sich. Um diese zu bewältigen, muss auch bei der Entwicklung von Lösungsansätzen global gedacht werden. Hier kommen die Vereinten Nationen und 17 Ziele ins Spiel – erfahren Sie mehr, auch zu der Position von KiK, in unserem Blogbeitrag.

Menschenwürdige Arbeit, Bildung, Gesundheit – das sind nur drei von insgesamt 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung. Entwickelt wurden sie von den Vereinten Nationen, um bis 2030 die Weichen für eine nachhaltigere Welt zu stellen. Ziele, zu deren Erreichung auch KiK seinen Beitrag leistet.

Haben Sie schon von der Agenda 2030 gehört?

Das Herzstück der Agenda 2030 sind die Sustainable Development Goals (SDGs), darunter haben die Vereinten Nationen 17 Entwicklungsziele zusammengefasst, durch die eine nachhaltige Entwicklung unserer Welt angestrebt wird und somit insbesondere ökologische, ökonomische und soziale Aspekte in den Vordergrund rücken.

Konkret wollen die 193 Staaten der Vereinten Nationen z.B. das nachhaltige Wirtschaftswachstum voranbringen, die Disparität der Lebensstandards reduzieren, Chancengleichheit schaffen und durch ein nachhaltiges Management natürlicher Ressourcen den Erhalt und die Widerstandskraft des Ökosystems gewährleisten.

Die Verantwortung für die praktische Umsetzung der Ziele liegt in jedem Land selbst. Damit sie gelingt, müssen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft an einem Strang ziehen. Deutschland hat hierfür 2016 den „Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte“ (NAP) entwickelt. Ziel ist, dass bis 2020 die Hälfte aller Großunternehmen menschenrechtliche Sorgfaltspflichten wie Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, existenzsichernde Löhne und das Recht auf Gewerkschafts- und Vereinigungsfreiheit umsetzen.

KiK war bereits in den Konsultationsprozess zur Ausgestaltung des Nationalen Aktionsplans eingebunden und steht auch weiterhin mit den Verantwortlichen im Auswärtigen Amt im Austausch, um künftig ggf. als Beispielunternehmen in den Umsetzungsprozess eingebunden zu werden. Der NAP beinhaltet noch keine verbindlichen Regelungen, sondern setzt derzeit auf die freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen. Ab 2018 wird die Bundesregierung jährlich nach wissenschaftlichen Standards die Umsetzung der Empfehlungen beurteilen

KiK übernimmt Verantwortung und leistet seinen Beitrag

„In diesem Regelwerk sind Erwartungen an Unternehmen formuliert, denen wir uns bei KiK gerne stellen. Wir sprechen hier von einer freiwilligen Selbstverpflichtung“, sagt Britta Schrage-Oliva, Leiterin der KiK-Unternehmenskommunikation. Denn als eines der führenden Textilunternehmen Deutschlands ist es für uns selbstverständlich, einen aktiven Beitrag zur Erreichung der 17 Entwicklungsziele zu leisten. Deshalb würde KiK durchaus auch eine verbindliche, gesetzliche Bestimmun befürworten, die über die aktuellen Anforderungen des NAP hinausgeht.

Was genau KiK tut, können Sie in unserem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht [Link] detailliert nachlesen. Bereits zum vierten Mal haben wir hier dargestellt, wie wir eine nachhaltige Entwicklung in unseren Kernbereichen in Bezug auf Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten unterstützen.

Dazu gehört auch, dass wir seit Jahren aktiv in Branchenbündnissen mitwirken, um gemeinsam konkrete Verbesserungen in die Wege leiten zu können. „Um eine wirkliche Veränderung zu erreichen, ist die aktive Mitarbeiter in Multistakeholderinitiativen für uns die einzig sinnvolle Möglichkeit“, sagt Britta Schrage-Oliva, die Leiterin der Stabsstelle Wirtschaftspolitischer Dialog. „Nehmen wir das Beispiel unserer Produktionsländer: Mittlerweile ist das Bewusstsein entstanden, dass nur viele Unternehmen gemeinsam etwas erreichen können und das tun wir aktuell zum Beispiel mit dem Textilbündnis.“ Hier haben sich 2014 Spitzenverbände von Handel und Industrie sowie führende Unternehmen der Textilwirtschaft zusammengeschlossen, um die sozialen und ökologischen Bedingungen bei der Herstellung von Mode in Lieferländern zu verbessern.

Was das Textilbündnis mit den 17 Entwicklungszielen zu tun hat?

Einiges! Denn unsere Mitgliedschaft erfüllt bereits eines dieser Ziele mit Leben – genauer gesagt Nummer 17 „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“.

Und auch zu anderen Zielen leisten wir bereits einen aktiven Beitrag:

Fokus auf sichere Arbeitsplätze und qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung

So schaffen wir durch unser stetiges Wachstum im In- und Ausland nicht nur sichere Arbeitsplätze innerhalb Deutschlands und unseren Expansionsländern, sondern stärken als textiler Grundversorger mit unserem dichten Filialnetz auch die dortige Infrastruktur und somit die Entwicklung der Städte. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland ist so in den vergangenen Jahren auf über 85 Prozent gestiegen. (3, 8, 9, 11)

Mit jährlich 800 Ausbildungsstellen und dualen Studiengängen legt KiK zudem einen Fokus auf das Thema Bildung. Im Sinne des lebenslangen Lernens können zudem auch alle KiK-Mitarbeiter Deutschlands durch die KiK-Akademie regelmäßige Weiterbildungen nutzen.

Rund 40.000 Kinder nehmen außerdem an dem von KiK initiierten Wirtschaftsunterricht teil. In unseren Produktionsländern versuchen wir z.B. durch die Einrichtung von vier UCEP-Schools, die Bildungschancen vor Ort zu verbessern. Mehr als 2.000 Kinder und Jugendliche haben so in Bangladesch die Möglichkeit einen Schulabschluss zu machen und einen Beruf zu erlernen. (3, 4, 5, 8)

Ein eigener CSR-Bereich sorgt bei KiK für die Umsetzung nachhaltiger Standards

Und auch im Hinblick auf die Produktion unserer Produkte und unsere Lieferkette wird das Thema Nachhaltigkeit kontinuierlich mitgedacht. Dafür sorgt bei KiK ein eigenständiger CSR-Bereich. Das Team sorgt durch regelmäßige Audits und Besuche vor Ort dafür, dass die KiK-Produkte unter sozialverträglichen Bedingungen hergestellt werden. Hierzu gehört neben der Wahrung der Menschenrechte auch die Einführung von Standards für die Arbeitssicherheit und die Energie- und Umweltbedingungen. (2, 8, 12, 13)

Mit mehr als 500 Direktlieferanten – vor allem in Asien – verbindet KiK eine intensive, teils langjährige Geschäftsbeziehung. Bevor ein Lieferant eingelistet wird, prüfen wir in einem Audit, ob sowohl der Brandschutz, als auch die Sozial- und Umweltstandards in den jeweiligen Fabriken gewährleistet sind. Mit der Unterzeichnung eines verbindlichen Verhaltenskodex verpflichten sich die Lieferanten dann zur Einhaltung der von KiK geforderten Mindeststandards bei Arbeitsbedingungen. (8, 10, 12, 17)

Nachhaltigere Produkte durch professionelles Qualitätsmanagement

Über die gesetzlich verbindlichen Mindestvorgaben hinaus, gehen wir mit unseren Zielen im Hinblick auf die Qualität unseres Sortiments: Unsere rund 20.000 Produkte – von Mode, Heimtextilien und Spielwaren bis zu Schreibwaren– unterliegen einem strengen Qualitätsmanagement, wobei unsere Ansprüche oftmals über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Als Mitglied des Textilbündnisses hat sich KiK z. B. verpflichtet 100 problematische Chemikalien schrittweise durch unbedenkliche Substanzen zu ersetzen bzw. deren Nutzung zu minimieren. Gleichzeitig schonen wir durch unser Qualitätsmanagement Ressourcen, reduzieren Verpackungen, vermeiden Emissionen und bauen umweltfreundliche Transporte weiter aus. (7, 12, 13, 14)