Unsere Asienkaufmänner in Shanghai

Im August berichteten wir an dieser Stelle von den Vorbereitungen unserer Auszubildenden Leonard, Philip und Tim für ihre Reise nach Shanghai. Die Drei sind jetzt mit einem Koffer voll Erfahrungen und Eindrücken zurückgekommen.

Im September verbrachten unsere zukünftigen Groß- und Außenhandelskaufmänner Leonard, Philip und Tim 10 Tage in China. Möglich macht die Reise sowie ein Chinesisch-Sprachkurs und ein Seminar zu Außenhandelsprozessen in Asien ihre Zusatzqualifikation zum Asienkaufmann am Unnaer Hansa Berufskolleg. Der Trip soll den Blick in Richtung des größten Handelsmarktes der Welt erweitern und so die Arbeit in der Region erleichtern. Denn auch für KiK ist und bleibt China eines der wichtigsten Lieferländer, vor allem im Non-Food-Segment.

Hatten die Drei vor ihrer Reise vor allem die beruflichen Vorteile ihrer Zusatzausbildung im Blick, berichten sie nun nach ihrer Rückkehr voller Begeisterung vor allem von den vielen zwischenmenschlichen und kulturellen Erfahrungen, die sie machen konnten. Tim war vor allem erstaunt von der riesigen Gastfreundschaft, die ihm bei seinem Aufenthalt in einer Gastfamilie entgegengebracht wurde. Das Kinderzimmer wurde extra für ihn frei gemacht und er wurde fürstlich verköstigt – auch mit Bier, weil Deutsche doch so gerne Bier trinken. Auch die chinesischen Mitschüler kümmerten sich eifrig um das Wohlergehen ihrer deutschen Counterparts; sie organisierten ein Besuchsprogramm mit Teezeremonie, Kaligraphie-Kurs und dem Besuch eines Spieles des FC Shanghai.

Eröffnungsfeier in der Partnerschule SEMS Shanghai Economic Management School

Leonard weiß nun aus erster Hand zu berichten, wie unterschiedlich die Tagesgestaltung von chinesischen und deutschen Heranwachsenden ist: Während hierzulande Hobbies mindestens genauso wichtig wie Schule und Job sind, geht es in China beinahe ausschließlich um die schulische Leistung oder den Beruf. „Das große Ganze zählt, nicht das Einzelne, Freizeit hat da meist keinen Platz.“ Und was uns Nachrichten und Dokumentationen vermitteln, kann Leonard rundum bestätigen: In China läuft mittlerweile so gut wie alles digital – sogar dem Bettler auf der Straße kann man virtuell Geld spenden.

Landestypisches Essen

Philip berichtet von dem zum Teil sehr exotischen, aber immer reichlichen Essen; von Krähenfüßen bis zu weichgekochten Nüssen als Nachtisch war alles dabei. Zwischendurch musste aber auch mal der Besuch bei Burger King sein. Philip hat vor allem die Infrastruktur der 26-Millionen-Stadt fasziniert. Denn: alles funktioniert reibungslos, länger als 2 Minuten wartet man nie auf die U-Bahn.

Natürlich kamen aber auch die Erfahrungen nicht zu kurz, die die drei ganz konkret in ihren Berufsalltag integrieren können. Sie haben mit Produktionsstätten, Lieferanten, dem Shanghaier Hafen und der deutschen Außenhandelskammer wichtige Stationen des Handels mit Asien besucht und Kontakte geknüpft. Sie haben ein Gefühl dafür bekommen, wie man sich im Land der untergehenden Sonne verhält, was die Do’s und Dont’s sind. Und nicht zuletzt haben sie nun mit ihren chinesischen Mitschülerinnen und Mitschülern Freundinnen und Freunde, die sie ganz informell um Rat frage können. Philip fasst zusammen, worauf sich Reisende wohl grundsätzlich einigen können, egal in welchem Land: „Man kann viel lesen über Shanghai, aber vieles hat versteht man erst, wenn man dort ist.“

Lieferantenbesuch

Über die Reise berichtete ebenfalls der Westfälische Anzeiger.